Die ASR Wahlen 2021 stehen bevor

Soll die Wahl der Auslandschweizerräte demokratiwcher werden? Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) Deutschlands stellte hierzu einen online-Fragekatalog zusammen. Die Reaktionen sprechen eine deutliche Sprache: Ja, sowohl der Kreis der wählbaren Schweizerinnen und Schweizer als auch der Kreis der wahlberechtigten Landsleute in Deutschland soll erweitert werden, um den Auslandschweizerrat repräsentativer zu machen und dadurch den Anliegen der Auslandschweizergemeinde in der Heimat mehr Akzeptanz zu verschaffen.

Der 140-köpfige Auslandschweizerrat ist das Sprachrohr der gut 770.000 Auslandschweizer in aller Welt. Im Jahre 2021 stehen Neuwahlen des Rates an.

Derzeit ist es nicht die Gesamtheit der „deutschen“ Schweizerinnen und Schweizer, welche die achtköpfige Delegation aus Deutschland in den Rat wählt. Nur die Vertreter der 38 Schweizer Vereine, die der Dachorganisation in Deutschland angeschlossen sind, haben das Wahlrecht. Damit sind Landsleute, die keinem Verein angehören, aussen vor.

Ausserdem können zur Zeit nur Mitglieder eines Schweizer Vereins gewählt werden. Die Umfrage ergab, dass die meisten Menschen, die an der Befragung teilnahmen, einer Erweiterung des Kandidatenfeldes zustimmen. Hierfür in Frage kommen Direktmitglieder der ASO-Deutschland und Mitglieder der assoziierten Vereine, wie die deutsch-schweizerischen Wirtschaftsclubs, die derzeit weder aktives noch passives Wahlrecht haben.

Auch der Kreis der wahlberechtigten Landsleute soll laut den Umfrageergebnissen erweitert werden. So befürworten 80 Prozent der Antwortenden, dass auch Direktmitglieder der ASO-D wählbar sein sollten.

Für beide Neuregelungen bedarf es je einer Satzungsänderung. Diese soll anlässlich der Jahreskonferenz der ASO-Deutschland vom Samstag, den 21. November diskutiert und entschieden werden. In Zeiten der Corona-Einschränkungen wird diese Tagung erstmals per Video-Konferenz stattfinden.

Übrigens: Über 80 Prozent der Teilnehmenden befürworten den Schritt, langfristig die aktuell geltende Wahlberechtigung auszuweiten und in Zusammenarbeit mit dem EDA über die kommenden vier Jahre Lösungen für eine elektronische Wahl anzustreben. Pilotversuche in Mexiko und Australien haben 2017 bereits stattgefunden. Dort wurden die Kandidaten mittels E-Voting von einem breiteren Wählerkreis gewählt.                     muz

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